Quelle: Personalamt, Freie und Hansestadt Hamburg
Dualer Studiengang Soziale Arbeit
Diese innovative Bildungsinitiative verbindet theoretische Inhalte mit praktischer Anwendung und bereitet die Studierenden optimal auf die Herausforderungen in der Sozialen Arbeit vor. Der erste Jahrgang – Corona, Zusammenarbeit und Start in das Berufsleben Die Ausbildungsleitungen Soziale Arbeit vom Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) und dem Praxisbüro im Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) begrüßen am 1. August 2020 den ersten Jahrgang der dual Studierenden der Sozialen Arbeit im Helmuth-Hübener-Saal im ZAF. Auch die Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank, richtet online einige Begrüßungsworte an die neuen Nachwuchskräfte.
Ein Start unter besonderen Umständen: Im Saal sind die Stühle mit 1,5 m Abstand voneinander aufgestellt, Desinfektionsspender stehen am Ein- und Ausgang und geklebte Pfeile am Boden markieren die Laufwege, um Begegnungen zwischen den Teilnehmenden möglichst gering zu halten. Auf jedem der Stühle sitzt einer oder eine der ersten 42 Studierenden der Sozialen Arbeit, die an diesem Tag ihr Studium bei der FHH und der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg beginnen. Die Gesichter sind zur Hälfte mit einer FFP2-Maske bedeckt. Am Platz darf diese abgenommen werden, sodass ein Kennenlernen unter diesen besonderen Umständen trotz allem möglich ist und zu einem erfolgreichen Studium und auch zu einem positiven Studienerlebnis beiträgt.
Dass dies gelungen ist, kann nun 3,5 Jahre später bejaht werden. Die Studierenden haben Online- oder Hybridvorlesungen besucht, unter Corona-Auflagen ihren Einstieg in den Praxisstellen der FHH gefunden und sich mit den Hürden, die ein neu konzipierter Studiengang mit sich bringt, auseinandergesetzt. Nun befindet sich der erste Jahrgang am Ende des dualen Studiums. Alle Hochschulleistungen sind erbracht, unzählige Stunden in den Ausbildungsstellen der Praxis verbracht worden und die zukünftige Dienststelle ist ausgewählt. Ab dem 1. April 2024 beginnt für einen Großteil der Studierenden ihr beruflicher Werdegang als Fachkraft in einer Praxisstelle der FHH. Dabei sind die übernehmenden Dienststellen so unterschiedlich wie die jungen Menschen, die dort beginnen. Neben der Arbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst oder dem Pflegekinderdienst zieht es die Absolventinnen und Absolventen in den Bezirken unter anderem in die Fachstelle für Wohnungsnotfälle, die Eingliederungshilfe,
das Netzwerkmanagement, die Jugendberufsagentur, die Offene Kinder- und Jugendarbeit oder auch Hilfen nach dem Betreuungsgesetz. Auch in den verschiedenen Einrichtungen des Landesbetriebs für Erziehung und Beratung (LEB) sowie in der Schulsozialarbeit werden schon bald ehemalige Studierende ihre Tätigkeit beginnen.
Gut betreut durchs Studium
In den sieben Semestern des dualen praxisintegrierenden Studiums werden die Studierenden sehr gut betreut. Eine zentrale Rolle spielen dabei die beiden Ausbildungsleitungen im ZAF sowie das Praxisbüro im SPFZ. Sie fungieren als Schnittstelle zwischen den Studierenden, der Hochschule und der Praxis und bieten eine umfassende Betreuung und Unterstützung während des gesamten Studiums.
Ein wichtiger Bestandteil des dualen Studiums ist die Praxisausbildung, die von erfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften geleitet wird. Ohne ihre intensive Begleitung und Anleitung wäre das Studium nicht möglich. Über einen Zeitraum von 3,5 Jahren unterstützen sie die Studierenden in ihrer Professionalisierung und Rollenklärung, reflektieren mit ihnen und übertragen ihnen zunehmend eigene Verantwortlichkeiten.
Die Unterstützung durch die gesamten Fachbereiche, Abteilungen und Koordinator*innen vor Ort trägt ebenfalls zum Erfolg des dualen Studiums bei. Durch ihre engagierte Arbeit schaffen sie die Rahmenbedingungen, die es den Studierenden ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten und sich optimal auf ihre zukünftige berufliche Tätigkeit vorzubereiten.
Auf Hochschulseite werden jeweils 15 Studierende im Rahmen der Theorie-Praxis-Seminare von einem Dozenten oder einer Dozentin begleitet, welche für diese Gruppe als Mentorin oder Mentor fungiert. In diesen Kleingruppen findet ein vertrauensvoller und intensiver Austausch über das Erlebte und den Umgang mit diesen Praxiserfahrungen statt.
Das duale praxisintegrierte Studium Soziale Arbeit – Ein Erfolgsmodell
In diesem Jahr wird der vierte Jahrgang des dualen praxisintegrierten Studiengangs Soziale Arbeit eingestellt. Erneut werden 40 Nachwuchskräfte ihr praktisches Studium in den verschiedenen Dienststellen der FHH durchführen und die Theorie an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie erlernen.
Was hat sich geändert?
Die Vielfalt der ausbildenden Dienststellen ist in diesem Jahr weiter gestiegen. Von Anfang an dabei sind die Jugendämter, die regionalen Bildungs- und Beratungszentren, die Eingliederungshilfe, die Hilfen nach dem Betreuungsgesetz oder dem Justizvollzug. Später hinzugekommen sind die Einrichtungen des LEB, die Stadtteilschulen, die Suchtberatung, die Senatskoordination für Menschen mit Behinderung, Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendgerichtshilfe sowie der Sozialpsychatrische Dienst und die Fachstelle für Wohnungsnotfälle. In diesem Jahr werden erstmalig die Schuldnerberatung und die Straßensozialarbeit ausbilden.
Diese Vielfalt ermöglicht es den Studierenden, ein breites Spektrum an Erfahrungen zu sammeln und sich auf unterschiedliche Arbeitsbereiche vorzubereiten.
Insgesamt zeigt der duale Studiengang Soziale Arbeit in Hamburg eindrucksvoll, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Stadtverwaltung und Praxisausbilder*innen dazu beitragen kann, angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bestmöglich auf ihre berufliche Laufbahn vorzubereiten und einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Sozialwesens zu leisten.
Und wollen wir weitermachen?
Dazu ein klares „Ja“! Die erfolgreiche und vertrauensvolle Kooperation zwischen FHH und Evangelische Hochschule wird fortgeführt und hierfür benötigen wir auch zukünftig Ihre Unterstützung. Sollten Sie Interesse haben, unsere dual Studierenden in den Praxisphasen zu betreuen, so nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf: dualesstudium@soziales.hamburg.de.