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Hund liegt in einem Bett und sieht müde aus
© Mathew Henry/Unsplash

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Stand: 23.07.2025, 00:00

Schlafmangel in der Führung: Auswirkungen auf Team und Entscheidungen

Ob Führungskräfte oder Teammitglieder: Wir wissen längst, wie wichtig Schlaf ist – zumindest theoretisch.

Schlafmangel ist kein Privatthema

 

Hund liegt in einem Bett und sieht müde aus
© Mathew Henry/Unsplash

Schon sieben Nächte mit wenig Schlaf können dazu führen, dass Menschen häufiger die riskantere von zwei Optionen wählen. Schlafmangel wirkt sich nachweislich negativ auf Emotionen, Stressresistenz, Empathie und Impulskontrolle aus. Studien zeigen, dass Schlafmangel in seiner Wirkung auf das Entscheidungsverhalten vergleichbar mit dem Einfluss von Alkohol sein kann. Leidet die Führungskraft also unter Schlafmangel kann das massive Folgen haben. „Miese Stimmung ‚oben‘“, „der/die ist heute nicht gut drauf!“. Mitarbeitende spüren direkt, wenn „oben“ etwas nicht stimmt.

Teufelskreis

Führungskräfte haben eine hohe Verantwortung, einen hohen Leistungsdruck. Oft bleibt kaum Zeit für Erholung. Termin-Marathons, ständig Entscheidungen treffen, abwägen, Probleme lösen. Vielleicht gesellen sich noch Grübelschleifen im Bett dazu, die klare Trennung von Arbeit und Privat bleibt aus. Wenn eine Führungskraft obendrein schlecht schläft, passiert Folgendes: Schlafmangel führt zu schlechterer Leistung, der Druck steigt noch mehr und der Schlaf wird noch schlechter. Schlimmstenfalls kann chronischer Schlafmangel zu Erschöpfung, Burnout oder einer Depression führen.

Besser schlafen, so geht’s!

Die nächsten Zeilen lesen sich wie das 1-mal-1 der körperlichen Gesundheit und sind sicherlich nicht neu, aber: Sie wirken! Mit einigen Tipps lässt sich der Schlaf verbessern – nicht nur bei Führungskräften.

  • Feste Schlafzeiten
  • Keine Bildschirme vor dem Einschlafen
  • Kühles, dunkles Schlafzimmer
  • Digitale Sperrzonen: Smartphones, Laptop etc. rechtzeitig „aussperren“
  • Kein Alkohol oder schweres Essen am Abend

Nächster Punkt: Erholung

  • Pausen ernst nehmen
  • Späte Meetings meiden
  • Atemübungen zur Stressbewältigung
  • Achtsamkeitsübungen (hier bietet das ZAF zahlreiche Kurse an)
  • Auch Apps können helfen, sich zu fokussieren

Das sind die allgemeinen Tipps. Doch was tun, wenn es passiert ist, wenn Sie
morgens ins Büro kommen und merken: Die Nacht war zu kurz.

Erste Hilfe nach einer schlechten Nacht

  • Sagen Sie ihren Kolleginnen und Kollegen, dass Sie schlecht geschlafen haben! „Ich bin heute nicht in Topform. Falls ich kurz angebunden wirke, liegt’s nicht an euch.“

Natürliches Licht und Bewegung

  • Morgens direkt ans Tageslicht! Das hilft der inneren Uhr und hebt die Stimmung
  •  Kurz bewegen: 5 bis 10 Minuten spazieren oder stretchen (regt den Kreislauf an)

Kaffee? Ja, aber in Maßen!

  • 1 bis 2 Tassen am Vormittag sind ok
  • Kein Koffein nach 14 Uhr, sonst droht die nächste schlaflose Nacht
  • Alternativ: Auf grünen Tee umsteigen, hat eine sanftere Wirkung

Fokus auf Prioritäten! Sie können sich schlechter konzentrieren also:

  • Nur das Wichtigste angehen
  • Keine impulsiven Entscheidungen
  • Delegieren, wo möglich

Kurze Pausen, große Wirkung

  • 5 Minuten bewusst atmen, durchlüften, stillsitzen
  • Power Nap (max. 20 Min) in der Mittagspause – falls möglich
  • Mikropausen helfen, trotz Müdigkeit präsent zu bleiben

Fazit

Klar: Schlaf allein macht noch keine gute Führungskraft. Aber unausgeschlafene Entscheidungen? Die machen selten Eindruck. Wer also Verantwortung trägt für Zahlen, Strategien und vor allem für Menschen, sollte den eigenen Akku nicht im Energiesparmodus laufen lassen. Denn selbst die beste Strategie funktioniert nicht, wenn sie morgens gegen die Wand gefahren wird. Also: Keine Panik nach einer kurzen Nacht – aber auch kein Dauerlauf im Schlafmangel-Modus. Ihr Team merkt’s sowieso. Und Sie auch.

Quellen