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Stand: 01.08.2025, 00:00

Kommunikation im Wandel: Warum ich Amtsfluencer geworden bin

Amtsfluencer? Noch nie gehört? Ging mir genauso, bis ich selbst einer wurde. Hier erzähle ich, warum ich in Hamburg gleich eine Doppelrolle spiele und wie viel Freude es macht, neue Formate auszuprobieren.

Mein Alltag startet mit LinkedIn

Mein Alltag startet mit LinkedIn – und endet meist auch dort. Aktiv nutze ich die Plattform erst seit etwa einem Jahr, inzwischen natürlich noch öfter aus beruflichen Gründen.

Von ICQ bis LinkedIn

Eigentlich bin ich gelernter Journalist, also (Online-)Redakteur. Als typisches Mitglied der „Generation Y“ bin ich mit Social Media aufgewachsen: angefangen bei ICQ, über StudiVZ und Farmville bis hin zu Facebook und Instagram – und nun LinkedIn.

Social Media als Beruf

Im Laufe der Zeit wurde Social Media zu meinem Beruf. Heute in Hamburg plane ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen Beiträge für die Seite der Freien und Hansestadt Hamburg, entwickle Posts, Videos und Fotos. Dazu gehört auch das Community Management: Kommentare beantworten, Nachrichten schreiben und im Austausch bleiben. Außerdem betreuen wir unser Magazin blickpunkt personal, veröffentlichen monatlich den dazugehörigen Podcast und pflegen den passenden Newsletter.

Warum ich Amtsfluencer wurde

Ehrlicherweise bin ich Amtsfluencer geworden, weil ich das Programm selbst mit organisiere und leite – wie hätte ich da nicht mitmachen können? Bevor ich nach Hamburg kam, war mir der Begriff „Amtsfluencer“ noch unbekannt. Die Kolleginnen hatten aber bereits viel Vorarbeit geleistet: eine Strategie entwickelt, intern Überzeugungsarbeit geleistet und die Werbetrommel gerührt. Denn klar ist: Posten auf LinkedIn ist für unsere Amtsfluencer:innen Arbeitszeit. Das sorgt mitunter für Fragen oder Irritationen. Umso wichtiger ist es, dass wir immer wieder erklären, beschreiben und die Menschen mitnehmen.

Pionierarbeit in Hamburg

Aufregend ist es außerdem, hier in Hamburg so etwas wie „Pionier“ zu sein. Unser Programm zählt zu den ersten in der Stadt – und ich habe dabei eine besondere Doppelrolle: Als Amtsfluencer und gleichzeitig Mitorganisator erlebe ich beide Seiten. Das bedeutet: jede Menge Team-Spaß, neue Herausforderungen und die Möglichkeit, viel auszuprobieren. Besonders Freude macht es mir, anderen etwas beizubringen – sei es zu Tools wie Canva, beim Texten oder mit Tipps rund ums Posten. Genauso bereichernd ist für mich der Austausch mit Projektmanager:innen aus anderen Kommunen, Städten oder Unternehmen, die ähnliche Programme gestartet haben.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Und plötzlich war ich selbst Amtsfluencer. Unser Team wollte mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie ein Corporate-Influencer-Programm die Employer Brand und das Recruiting stärken kann.

Freude am Ausprobieren

Mir macht diese Arbeit große Freude! Es gibt ständig neue Formate zu entdecken, die wir ausprobieren können. Besonders spannend finde ich den Austausch mit anderen Unternehmen über ihre Programme. Schon beim Kick-off wurde deutlich, wie vielfältig die Arbeit bei der Stadt ist – und wie viele unterschiedliche Jobs hier geboten werden.

Ausblick: Berufliches und Privates verbinden

In Zukunft möchte ich in meinem Feed eine gute Mischung aus privaten Einblicken und beruflichen Themen posten. Gerade in den vergangenen Monaten wurde mir noch klarer, wie stark sich LinkedIn von anderen Netzwerken unterscheidet. Natürlich ähneln sich die Funktionsweisen: Alle leben von Interaktion und Emotionen. Aber LinkedIn ist eben ein berufliches Netzwerk – und dort funktionieren manche Formate ganz anders als auf Instagram oder Co. Genau dieser neue Impuls macht für mich den Reiz aus.