Aktuelle Ausgabe

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Stand: 01.08.2025, 00:00

Posten mit Haltung und Humor

Was passiert, wenn man ein Corporate-Influencer-Programm nicht nur strategisch plant, sondern auch selbst mitmacht? Als ich das Amtsfluencer:innen-Programm ins Leben gerufen habe, war für mich klar: Ich kann das nicht nur von außen steuern. Wer andere ermutigen will, sichtbar zu werden, muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Also: Posten statt predigen.

Unser Warum

Denn seien wir ehrlich, das Bild vom öffentlichen Dienst verträgt in vielen Köpfen… ein Update. Denn die Realität in der Freien und Hansestadt Hamburg ist an vielen Stellen längst weiter: innovativ, vielfältig, verantwortungsvoll. Nur sichtbar war das nicht immer. Und genau hier setzt das Programm an.

Wir brauchen in der Verwaltung neue Kommunikationswege, wenn wir in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel konkurrenzfähig bleiben wollen. LinkedIn ist dabei kein Selbstzweck, sondern eine Chance: Talente erreichen, Themen positionieren, Kultur gestalten. Nicht mehr nur den Wandel gestalten, sondern ihn auch aktiv kommunizieren.

Meine Doppelrolle

In meiner Rolle als Programmleiterin habe ich die Strategie aufgesetzt, die Schulungen gemeinsam mit meinem Team und unserer Agentur Pommes al Dente organisiert und die erste Gruppe Amtsfluencis ausgewählt. Was mich besonders freut: der große Zuspruch. Die Liste für Runde zwei ist schon gut gefüllt mit Kolleg:innen, die Lust haben, Verwaltung neu zu denken.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Der Berufsalltag läuft ja weiter, während man nebenbei Inhalte erstellt und regelmäßig postet. Aber wer weiß, warum er oder sie das tut, wer seinen Purpose kennt, bleibt leichter am Ball. Und das lohnt sich: für die eigene Sichtbarkeit, fürs Netzwerk und für die Verwaltung als Ganzes.

Bigger picture

Für mich ist klar: Amtsfluencing ist kein Trend, sondern Ausdruck eines Kulturwandels. Es geht nicht darum, dass alle plötzlich Öffentlichkeitsarbeit machen. Es geht darum, Mitarbeitende zu ermutigen, sich mit Haltung zu zeigen - neben und jenseits der klassischen Kommunikationswege. Vertrauen statt Kontrolle. Vielfalt statt Pressemitteilungen. Kommunikation auf Augenhöhe und manchmal auch mit einem kleinen Augenzwinkern.

Links

www.linkedin.com/in/sandrina-lorenz