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Stand: 16.03.2026, 00:00

DIGITAL ACADEMY@FHH

Der Startschuss für systematische Digitale Kompetenzentwicklung

Glenn Carstens-Peters/Unsplash - Hände tippen auf Tastatur
© Glenn Carstens-Peters/Unsplash

Digitale Kompetenzen sind längst eine zentrale Voraussetzung für moderne Verwaltungsarbeit. Fachverfahren entwickeln sich weiter, Kommunikation wird digitaler, neue Anwendungen verändern den Arbeitsalltag grundlegend.

Um Beschäftigte gezielt auf diese Veränderungen vorzubereiten, hat das Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) am 22. Januar 2026 die Digital Academy@FHH gestartet. Mit der neuen Fortbildungsmarke soll der systematische Aufbau digitaler Kompetenzen dauerhaft in der Hamburger Verwaltung verankert werden.

Digitale Kompetenzen betreffen alle Beschäftigten – von der Sachbearbeitung bis zur Führungskraft. Verwaltung kann es sich nicht leisten, hier nur Schritt zu halten. Sie muss gesellschaftliche und technologische Entwicklungen einordnen, bewerten und in eine moderne Verwaltungspraxis überführen. Genau dafür wurde die Digital Academy ins Leben gerufen.

Das neue Fortbildungsangebot orientiert sich am Referenzrahmen für digitale Kompetenzen der Europäischen Kommission, dem DigComp 3.0. Damit setzt die Hamburger Verwaltung bewusst auf einen etablierten Standard, der bereits in vielen europäischen Verwaltungen genutzt und kontinuierlich von der EU weiterentwickelt wird. Das schafft Klarheit und Orientierung für die Fortbildungsplanung der Hansestadt.

Für die Beschäftigten der Stadt soll das mittlere DigComp-Kompetenzniveau als Mindeststandard etabliert werden. Es befähigt dazu, digitale Aufgaben mittlerer Komplexität eigenständig zu bewältigen und bewährte Lösungswege auf neue Situationen zu übertragen.

Als Zielhorizont dient das Jahr 2030, das von der Europäischen Kommission als strategischer Bezugspunkt für die digitale Kompetenzentwicklung in Europa definiert wurde. Bis dahin werden sich auch die Anforderungen an Verwaltung deutlich verändern: Datenmengen wachsen exponentiell, Kommunikationskanäle werden vielfältiger. Gleichzeitig wird die Fähigkeit, Informationen kritisch zu bewerten und strukturiert aufzubereiten, zu einer zentralen Voraussetzung moderner Verwaltungspraxis.

Während die Europäische Kommission bis 2030 für die Bevölkerung ein grundlegendes Kompetenzniveau anstrebt, setzt die Hamburger Verwaltung bewusst höhere Maßstäbe für ihre Beschäftigten. Ziel ist es, professionelles, sicheres und handlungsfähiges Verwaltungshandeln im digitalen Kontext zuverlässig zu gewährleisten.

Flankierend dazu stellt das ZAF im Lernportal niedrigschwellige Selbsteinschätzungstests zur digitalen Kompetenz bereit. Für alle fünf Kompetenzbereiche werden schrittweise entsprechende Tests eingeführt. Anhand praxisnaher Szenarien aus dem Verwaltungsalltag können Beschäftigte überprüfen, wo sie im Verhältnis zum DigComp-Referenzrahmen stehen. Für den Kompetenzbereich Sicherheitskompetenz steht ein solcher Test bereits zur Verfügung.

Die Tests ermöglichen eine individuelle Selbsteinschätzung, machen Entwicklungsbedarfe sichtbar und unterstützen dabei, Fortbildungen gezielt auszuwählen und anzustoßen.

So steht die Digital Academy im Einklang mit der Digitalstrategie Hamburgs, die digitale Kompetenz als zentrale Voraussetzung für eine moderne und handlungsfähige Verwaltung versteht. Wenn sich die Rahmenbedingungen verändern, muss sich auch die Verwaltung weiterentwickeln. Die Digital Academy bietet dafür den passenden Rahmen.

Geschrieben von 

Marvin Freund

Fortbildungsreferent