Aus der Wissenschaft in den öffentlichen Dienst
Im öffentlichen Dienst kann ich als Naturwissenschaftler aktuelle Forschungserkenntnisse zum Schutz der Bevölkerung anwenden. Als Amtsfluencer zeige ich, wie spannend unsere Gesundheitsthemen sind.
Ziemlich neu – ziemlich vielfältig
Seit April 2024 arbeite ich im Referat „Umweltbezogener Gesundheitsschutz“ der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz. Wir beschäftigen uns mit den Gefahren für die menschliche Gesundheit, die aus der Umwelt auf uns einwirken. Unser Ziel ist es dabei, die Bevölkerung vor diesen Gefahren zu schützen.
In meinem Fall sind das die natürliche UV-Strahlung und die Bewertung von Schadstoffen in der Innenraum- und Außenluft. Da wir uns im Referat aber fachlich gegenseitig unterstützen, habe ich mich auch schon mit Lärm, künstlicher UV-Strahlung, elektromagnetischen Feldern und Radioaktivität beschäftigt. Alles immer mit dem Fokus, wie diese sogenannten Noxen sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken können. Übrigens unabhängig davon, ob sie natürlichen Ursprungs oder menschengemacht sind!
Diese Vielfalt an Themen war für mich zu Beginn ziemlich überraschend, macht die Arbeit im Referat aber auch weiterhin sehr spannend.
Die leisen und die lauten Themen
Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit können, müssen aber nicht zusammenhängen:
In der Laborforschung für die Doktorarbeit und während meiner ersten Projektstelle als Datenwissenschaftler im Hamburgischen Krebsregister habe ich wichtige, aber auch recht unsichtbare Grundlagenarbeit betrieben. Wobei die Zusammenarbeit im Projekt bereits sehr spannend war und die Ergebnisse aktuell nach und nach publiziert werden.
Jetzt im umweltbezogenen Gesundheitsschutz setze ich mich unter anderem in Bauplanungsvorhaben für Lärmschutz und saubere Luft ein, wirke in Gesetzgebungsvorhaben mit und organisiere öffentlichkeitswirksame Aktivitäten, zum Beispiel zum Thema UV-Schutz. Das ist zwar angewandter, aber meine Arbeit und ich sind auch sehr viel sichtbarer.
Wir haben also leise Themen, die man daran erkennt, dass sie niemand bemerkt - gerade weil wir rechtzeitig mitgewirkt haben. So gibt es weniger Probleme durch Lärm, Luftschadstoffe oder Strahlung für die Bevölkerung, wenn wir aktiv werden konnten.
Und es gibt die lauten Themen, für die wir wie beim UV-Schutz Plakate und Flyer entwickeln und Informationsveranstaltungen zur Vernetzung von Aktiven und Betroffenen (wir alle!) organisieren.
Und warum Amtsfluencer?
Diese lauten Botschaften möchte ich auch als Amtsfluencer verbreiten. Die Bevölkerung über Risiken aufzuklären ist und bleibt wichtig. Nicht nur um die gesundheitlichen Gefahren aus der Umwelt richtig einschätzen zu können, braucht es gute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dass es also auch für uns viele Plätze in der FHH gibt, möchte ich sozusagen „nebenbei“ vermitteln.
Mehr Informationen zu unseren Themen gibt es unter:
Umweltbezogener Gesundheitsschutz (Internet)